Als ich diese Woche den Bericht von Lutz Geissler (Plötzblogvon der Südback gelesen hatte, fühlte ich mich seltsam getroffen. Natürlich ist mir klar, dass heutzutage wie selbstverständlich in der Mehrheit der Backstuben vorgefertigte Backmischungen oder fragwürdige Zusatzstoffe zum Einsatz kommen.

Ich liebe den Duft von frischem Brot, knusprigen Brötchen und süßen Leckereien wenn ich eine Bäckerei betrete. Als Verbraucher möchte ich natürlich wissen, wenn das Brot nicht traditionell hergestellt wurde und mit industriellen Hilfsmitteln versetzt ist. Deutliche Qualitätsunterschiede stelle ich immer wieder fest: Brot, das irgendwie geschmacklos daher kommt, weich bis knatschig und spätestens am zweiten Tag nicht mehr essbar. So macht mir das keinen Spass.

Selbst backen – ja, das ist bei mir so eine Sache. Meine bisherige Brotback-Karriere verlief eher unterirdisch bis noch schrecklicher. Vor Kurzem habe ich mir das Brotbackbuch von Lutz zugelegt und will wirklich (ernsthaft) dem Brot und mir nochmals eine Chance geben. Ich weiß aber jetzt schon, dass es mir sicher nicht mehrmals die Woche gelingen wird, zu backen. Daher hoffe ich inständig, dass ich einen Bäcker finden kann, der seine Produkte noch traditionell herstellt.

Leider herrscht auch beim Brot diese nervige Discounter-Mentalität, die Verbraucher erwarten ständig große Mengen an Ware, schnell und für möglichst wenig Geld. Das diese Produkte nichts mehr mit traditionell hergestelltem Brot zu tun haben, nicht einmal ansatzweise haltbar, ohne echte Nährwerte, schlimmsten Falls Krankheiten auslösend, wird komplett ausgeblendet. So darf es nicht weiter gehen.

Lutz Geissler hat bereits formuliert, wie ich es keinesfalls besser machen könnte:

Inzwischen haben sich eine Reihe von Foodbloggern versammelt, die gern das traditionelle Bäckerhandwerk unterstützen möchten, das nur mit natürlichen Rohstoffen arbeitet. Dazu wurde mit Abstimmung des Vereins “Die Bäcker. Zeit für Geschmack e.V.” ein kleiner Button gestaltet, den jeder in seinen Blog stellen kann, um so seine ideelle Unterstützung der traditionellen Brotbackkunst zu zeigen und das Bewusstsein unter Verbrauchern für gutes Brot zu stärken.

Bei Lutz könnt ihr auch direkt den Button herunter laden und findet den Link zum Verein.

Lots of Love, Kerstin.