Christkindelsmarik: der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs in Strasbourg

Da muss ich stolze 35 Jahre alt werden, um endlich ein Mal den Strasbourger Weihnachtsmarkt zu besuchen. Seit 1570 gibt es diesen berühmten Weihnachtsmarkt und ich spüre den ursprünglichen Charme in den schmalen Gassen, mit den bezaubernden alten Fachwerkhäuschen, die mich von Platz zu Platz führen, es gibt zwölf thematische Märkte, die über die ganze Stadt verstreut sind. 

Christkindelsmarik: der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs in Strasbourg

Immer wieder entdecke ich neue kleine und große Märkte, schlendere von Bude zu Bude, es duftet verführerisch nach Lebkuchen, Plätzchen, Brezeln und Glühwein. Ich werde gelockt von regionalen, elsässischen Spezialitäten, Pralinen, Macarons, unendliche Varianten an Senf, schwarze Trüffel, traditioneller Weihnachtsbaumschmuck und Kunsthandwerk gibt es auch zu entdecken.

Christkindelsmarik: der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs in Strasbourg

Zuletzt landen wir auf dem „Place du Temple-Neuf“ – hier herrscht kein allzu großes Gedränge und ich bin neugierig auf den „Vin chaud blanc“ – die weiße Elsässer Variante auf unsere rote Plörre. Der Vin chaud blanc in meinem Becher duftet sinnlich nach Zimt, Zitrus – ich nippe vorsichtig und ich bin begeistert: ein leckerer Weißwein, nicht zu süß, ein wenig Honig, Kardamom. Einfach nur lecker!

Natürlich möchte ich diese Köstlichkeit auch hier auf meinem Blog vorstellen und bin auf ein wunderbares Rezept von Stevan Paul (NutriCulinary) gestoßen: Der einzig wahre Glühwein. Ein Plädoyer gegen die Plörre.

Christkindelsmarik: der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs in Strasbourg

Eigentlich möchte ich jetzt einfach nur hier in der Kälte stehen bleiben und diese Leckerei genießen, aber ich habe auch noch einen Tisch reserviert. In einer sehr traditionsreichen Elsässer Winstub, dem Chez Yvonne.  Ich schreibe nun etwas verhalten, da man uns trotz Reservierung zarte 15 Minuten in der engen Gaststube stehen lies, in voller Wintermontur. Dann war endlich unser Tischchen frei und wir wurden in den 2. Stock des Gasthauses geführt.

Entschieden hatte ich mich schnell, meine Vorspeise, Gänseleber nach Art des Hauses wurde mit einem säuerlichen Apfelchutney und etwas Fleur de Sel serviert, war traumhaft gut und hat mir sehr gut geschmeckt. Leider hatte ich die Gabel mit meinem Kaiserhappen noch nicht aus dem Mund wurde mir bereits die Hauptspeise serviert: rohes Rinderfiletmedaillon mit pikanter Sauce angemacht, Bratkartoffeln. Schön angerichtet vermisste ich recht schnell das pikante der Sauce und musste Fleisch und Bratkartoffeln mit der zum Glück am Tisch befindlichen Pfeffermühle und etwas Salz nachwürzen. Das Dessert dauerte dann entsprechend lange, nachdem wir ganze drei Mal einen Espresso bei der gleichen Kellnerin bestellt hatten und beim vierten Versuch kam dann das heiß ersehnte schwarze Gold zusammen mit meinem Gewürztraminer-Granité das locker mindestens 2 Personen alkoholtechnisch unter den Tisch gebracht hätte. Ich habe es dann auch nicht ganz gegessen, da ich vermutlich den Weg zum Auto nicht mehr gefunden hätte ob so viel Promille im Blut.

Et voilà, ein paar kulinarische Eindrücke:

Christkindelsmarik: der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs in Strasbourg

Alles in Allem bin ich von Strasbourg sehr verzaubert und ich werde im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder einen „Vin chaud blanc“ genießen!

Lots of Love und Joyeux Noël, Kerstin.

 

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