Mirabellen-Tarte-Tatin von freilaufenden Mirabellen

 

Mirabellen vom eigenen Baum – die brachte mir mein lieber Papa vor einigen Tagen vorbei. Ich konnte mein Glück kaum fassen, denn normalerweise werden die Mirabellen von diebischen Elstern geerntet bevor wir an den Baum können, aber in diesem Jahr hatten wir nicht nur mit unseren Kirschen Glück, die in dieser feinen Clafoutis gelandet sind – nein, der Mirabellen-Gott war mir gnädig und es blieb immerhin eine kleine Portion der gelben Schönheiten für mich über. Die habe ich direkt in dieser zarten Tarte-Tatin mit einem buttrigen Mürbeteig verarbeitet:

 

(Für eine Tarte:

  • 100g Butter, kalt
  • 200g Mehl
  • 1 Ei (M)
  • Salz
  • 700g Mirabellen
  • 80g Zucker
  • 50g Butter
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Vanilleschote
  • 200g Crème Frâiche

 

Mehl, Ei, Prise Salz in eine Schüssel geben, Butter in Stücken darüber geben und mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie eingeschlagen für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Mirabellen waschen, halbieren und entkernen. In einer Tarte-Tatin-Form (eine ofenfeste Pfanne geht auch) den Zucker erhitzen – erst rühren, wenn der Zucker schmilzt – dann Butter und Zitronensaft zugeben und unter rühren zerlassen, gleich von der Hitze nehmen, bevor der Karamell zu dunkel wird.

Mirabellen mit der Schnittfläche nach unten dicht in die Form auf den Karamell setzen. Mürbeteig auf bemehlter Fläche rund ausrollen und vorsichtig über die Mirabellen legen, am Rand andrücken. Mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze goldgelb backen. Kurz ruhen lassen und vorsichtig auf eine Platte stürzen.

Vanilleschote halbieren und das Mark herauskratzen. Mit der Crème Frâiche mischen und zu der lauwarmen Tarte-Tatin servieren.)

 

Der Kleinmensch, den ich an dieser Stelle meist ins Spiel bringe, hat die Mirabellen mit gepflückt, mir geholfen sie zu entsteinen und nach eingehender Prüfung beschlossen, dass sie zwar lecker und süß sind, aber er könne sie dann doch nicht essen, weil – sie gesund sein könnten. Vitamine – der Feind meines Kindes – könnten sich outen und er könnte versehentlich welche davon gegessen haben. Schlimm. Aber es gibt ihn, den Vitamine-Gott, denn es geschehen noch Wunder, denn nachdem ich ganz unauffällig einen Teller mit einem Stück Tarte und Vanille-Crème-Frâiche auf dem Esstisch herrenlos zurück gelassen hatte, dauerte es keine 5 Minuten und die Tarte war im Kind verschwunden. HA! Früher oder später kriege ich Euch – mit Mirabellen-Tarte-Tatin!

Freudestrahlend, Kerstin.

 

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