Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"

 

Als ich vor einiger Zeit mit der liebreizenden Juliane von Schöner Tag noch! ein wenig schnackte, kamen wir ziemlich schnell auf die schöne Idee, uns gegenseitig eine Zutat oder Zubereitungsart auszusuchen und daraus jeweils unterschiedliche Rezepte zu entwickeln. Passend zur Jahreszeit waren wir uns schnell einig: die Zutat für das erste Rezept soll ein Kürbis sein, mögen wir beide sehr gerne und gibt es gerade überall auf den Wochenmärkten. Dann haben wir noch eine geliebte Gemeinsamkeit, wir grillen ganzjährig, wir grillen am 31.12. ab und am 01.01 wieder an. Fix stand unsere erste Challenge: Kürbis auf dem Grill!

Meine Idee stand schnell, eine Stulle. Dafür habe ich mich gleich mehreren Herausforderungen gestellt: ICH habe (mal wieder) Brot gebacken (aber dieses Mal mit größerem Erfolg) – an dieser Stelle ein dickes Danke an Alex (Chef Hansen) für den Brototypen (Haha, Uwe ;-)) Das Brot ist ein Roggenbrot mit gerösteten Walnüssen. Zudem habe ich das erste Mal mit einer Salzplanke gegrillt und festgestellt, dass es was sehr feines ist und jetzt öfter zum Einsatz kommen wird! Dazu habe ich mir eine schöne „alte Wutz“ vom Lieblingsmetzger Brath in Karlsruhe besorgt. Jetzt kommt aber endlich der Kürbis zum Einsatz. Den habe ich ausgehöhlt, mit einem feinen Gewürzsud gefüllt und gut eingepackt auf dem Grill gegart. Das zarte Fruchtfleisch lässt sich dann sehr leicht mit dem Löffel ausschaben und als „Aufstrich“ für meine Stulle deluxe verwenden. Dazu noch ein paar dünn aufgeschnittene Apfelspalten – herrlich!

 

(Rezepte für ein Brot, die Wutz und leckeren Kürbisaufstrich:

Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"

Für den Kürbisaufstrich:

  • 1 Kürbis (Hokkaido)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Currypulver
  • 1 EL Honig
  • 1/2 Zitrone, Saft
  • 200ml Weißwein, trocken
  • Salz, Pfeffer
  • Pul Biber

Knoblauch schälen, halbieren, mit Curry, Honig, Zitronensaft, Weißwein und Olivenöl mischen, mit Salz, Pfeffer und etwas Pul Biber abschmecken. Kürbis waschen, trocknen und den Deckel abschneiden. Kerngehäuse ausschaben, Würzsud hineingießen und in 2 Lagen Alufolie fest einschlagen. Bei indirekter Hitze ca. 30 Minuten weich garen. Kürbis vom Grill nehmen, Folie entfernen. Fruchtfleisch aushöhlen und in einer Schüssel mit der Gabel zerdrücken, mit Salz und Pfeffer (evtl. etwas Essig und Honig) süß-sauer abschmecken.

Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"

Alte Wutz auf der Salzplanke:

  • 1 Dry aged „alte Wutz“
  • 1 Salzplanke (20cm x 20cm groß, ca. 2,5cm dick)

Die Salzplanke wird unter direkter Hitze zunächst ordentlich aufgeheizt. Nun mit geschlossenem Deckel die Alte Wutz auf der Planke garen, bis die perfekte Kerntemperatur (54 Grad) erreicht ist. Nach ca. 10 Minuten das Fleisch ein mal wenden. Die Salzplanke gibt während des Garens eine feine Salznote an das Schweinefleisch ab. Ist das Fleisch fertig darf es vor dem Anscheiden noch 5 Minuten ruhen.

Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"

Für das Roggen-Nuss-Brot (abgewandelt nach Chef Hansen):

  • 20g Hefe
  • 1 EL Honig
  • 250ml Wasser
  • 350g Roggenmehl (1150)
  • 150g Weizenmehl (550)
  • 15g Salz
  • 150g flüssiger Natursauerteig
  • Mehl zum Arbeiten und Bestreuen
  • 150g Walnüsse, geröstet, ganze

Hefe und Honig im lauwarmen Wasser auflösen, mit den restlichen Zutaten in der Küchenmaschine zu einem festen Teig verkneten. Am besten den Teig noch von Hand auf bemehlter Arbeitsfläche kneten, evtl. noch Mehl unterarbeiten, bis der Teig nicht mehr klebt. Die Teigkugel dann mit einem Tuch abdecken und 2 Stunden gehen lassen. In dieser Zeit den Teig drei Mal „rundwirken“ (den Teig rund ausbreiten und zur Mitte hin falten, so entsteht der Teigschluss, auf den das Brot aufgelegt wird, sagt Alex). Nach dem letzten „rund wirken“ habe ich das Brot eingeritzt. Inzwischen den Ofen auf 230°C (Ober-/Unterhitze) aufheizen, ich habe gleich meinen Pizzastein von Weber mit erhitzt. Brot auf den Stein legen, eine kleine (feuerfeste) Schale mit Wasser auf den Ofenboden stellen und das Brot 10 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 220°C stellen und für ca. 30 Minuten fertig backen. Das Brot ist perfekt, wenn es nach dem auskühlen leicht „hohl klingt, wenn man darauf klopft.

 

Zum anrichten eine Scheibe frisches Brot mit dem Kürbisaufstrich bestreichen, ein paar dünne Apfelscheiben (ein säuerlicher Apfel passt hier sehr gut) auflegen und die alte Wutz in Scheiben darüber verteilen. Etwas Pfeffer darüber und der Genuss ist perfekt!)

 

Aber genug von mir, jetzt hüpft mal schnell zu Juliane auf Schöner Tag noch! und findet heraus, was sie mit dem Kürbis auf ihrem Grill angestellt hat – ich kann Euch versprechen, es wird sehr lecker!

Was würdet Ihr gerne bei uns sehen, gibt es eine Zutat oder Zubereitungsart, die Euch schon immer interessiert hat, oder was mögt Ihr sehr gerne und wollt mal sehen, was Juliane und ich daraus zaubern? Immer her mit Vorschlägen, wir freuen uns!

 

schöner tag noch, gegrillte Kürbisspalten mit Salat, Trauben-Focaccia

 

 

Dann mal los, habt einen tollen Rest-Sonntag!

Kerstin.

Ps. Danke lieber Uwe für das schöne Wortspiel als Namensvorschlag für dieses Rezept: Wutzstock! Sehr gelacht grade wieder.

 

Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"
Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"
Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"
Stulle deluxe mal völlig "verWutzt"